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Wettbewerb Familienfreundliches Oberfranken
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Preisträger 2008

Aus den 16 Nominierten wurden am 14. November 2008, im Rahmen eines Festaktes auf Kloster Banz, folgende Institutionen als Preisträger bekannt gegeben:

 

Stadt Wunsiedel

Bürgerbus, Mehrgenerationenhaus, Theaterpädagogik: Wunsiedel präsentiert erstklassiges Familienangebot

Idee
Die Fichtelgebirgsstadt Wunsiedel setzt mit ihrem außerordentlich großen Engagement und vielfältigen Angeboten für junge Familien einen bemerkenswerten Akzent. Erstklassige Angebote für Familien sind sicherlich ein Grund dafür, dass die Einwohnerentwicklung weniger stark rückläufig ist als prognostiziert.

Umsetzung
Was Wunsiedel von vielen anderen Kommunen unterscheidet, ist, dass die Bürger in der Festspielstadt aktiv in sämtliche Projekte mit einbezogen werden. Gleich acht so genannte „Runde Tische" gibt es, die dem Stadtrat als „verlängerter Arm" dienen und die schon vieles bewegt haben. Unterm Strich können junge Familien in Wunsiedel auf attraktive und gut miteinander vernetzte Betreuungseinrichtungen und Freizeitangebote zurückgreifen sowie von preiswertem Baugrund und Baukindergeld profitieren. Vor allem für Schüler steht ein vielfältiges Angebot an Schul- sowie Ausbildungsplätzen zur Verfügung. Als besonders erfreulich werten es die Verantwortlichen dabei, dass in der außerordentlich reizvollen Stadt insbesondere auch für junge Leute dauerhaft Arbeitsplätze gesichert werden konnten.

www.wunsiedel.de

 

Markt Neunkirchen am Brand

Engagierte Bürgerarbeit: Familienfreundliche Projekte für mehr Lebensqualität in Neunkirchen am Brand

Idee
Das Bewusstsein um die Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung unserer Lebensgrundlagen hat in den zurückliegenden Jahren stetig zugenommen. In Neunkirchen am Brand hat man schnell erkannt, dass zur Nachhaltigkeit auch die Familienfreundlichkeit gehört. In mehreren Arbeitskreisen haben sich Bürger mit Politik, Verwaltung sowie den örtlichen Vereinen, Betrieben, Gruppen und Institutionen zusammengetan, um eine ganze Reihe von Projekten auf den Weg zu bringen.

Umsetzung
Ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit ist der Jugendtreff „Appendix". Diese Einrichtung der offenen Jugendarbeit bietet nicht nur ein abwechslungsreiches Programm für Jungendliche, es werden auch Angebote für Familien unterstützt: Beispielsweise findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Soziales der Agenda 21 seit dem Jahr 2006 an den Samstagen vor Weihnachten eine Kinderbetreuung statt. Angeboten werden Spiele, gemeinsames Kochen, Essen und vieles mehr. 25 Betreuungsplätze stehen dafür gegen einen geringen Unkostenbeitrag zur Verfügung. Im Auftrag des Marktes Neunkirchen hat der Agenda-Arbeitskreis auch die ehrenamtliche Redaktion für einen Familienwegweiser übernommen. Hier finden Familien nützliche Adressen, eine umfangreiche Übersicht über alle Veranstaltungen und Angebote des Marktes sowie wichtige Rufnummern, Internet-Adressen und Freizeittipps.

www.neunkirchen-am-brand.de

 

Evang. Familien-Bildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus

Offen, generationenverbindend, zielorientiert: Bildungsstätte bietet breites Angebot
für Familien und Senioren

Idee
Ziel der Angebote ist es, die Lebensqualität für Familien in der Region nachhaltig zu verbessern und Orientierung in Erziehungs- und Lebensfragen anzubieten. Die Evangelische Familien-Bildungsstätte engagiert sich hier bereits seit 40 Jahren. Das vielfältige Bildungsangebot umfasst u. a. Kurse „Rund um die Geburt" mit dem Angebot „wellcome" - Vermittlung von praktischer Hilfe nach der Geburt -, Eltern-Kind-Treffpunkte und Elternkurse, die Ausbildung von Tagesmüttern und Babysittern sowie deren Vermittlung, Vater-Kind-Aktionen oder erlebnispädagogische Führungen für Alt und Jung.

Umsetzung
Die Besonderheit des Mehrgenerationenhauses: Dessen Aktivitäten und Tagestreffpunkte gehen zentral vom Standort in der Innenstadt aus und werden von Netzwerkknoten in verschiedenen Stadtteilen Bayreuths begleitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Engagement am sozialen Brennpunkt Menzelplatz und im Treffpunkt St. Georgen. Zusammen mit mehreren Partnern findet in eigenen Räumlichkeiten wohnortnahe Bildungsarbeit statt. Dazu gehören u. a. eine offene Kinderbetreuung, verschiedene Gesprächs- und Gruppenangebote, etwa für Eltern mit Kleinkindern, für Alleinerziehende oder für Familien mit Migrationshintergrund.

www.fbs.bayreuth.org

 

Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Coburg e. V.

Vom Hort zum Familienhaus: Der Coburger Caritas-Schülerhort „LEO" steht für Lernen, Erleben und Orientieren

Idee
Kinder benötigen zur körperlichen und geistigen Ent-wicklung eine Umgebung, in der sie sich rundum wohl- fühlen. Dies wird umso wichtiger, sobald die Kinder den „Ernst des Lebens" kennen lernen: die Schule. Der Caritas-Schülerhort „LEO" in Coburg bietet Kindern ab ihrer Einschulung einen Ort zur Entfaltung - egal welchen sozialen Hintergrund die Kinder mitbringen. Der Aufbau von Familien unterstützenden Formen ist grundlegendes Ziel der Einrichtung.

Umsetzung
Der Hort „LEO" in der Coburger Leopoldstraße ist optimal in der Innenstadt gelegen und von allen Schulen einfach und schnell zu erreichen: 75 Kinder besuchen die Einrichtung - und bringen völlig unterschiedliche Lebenserfahrungen mit. Momentan wird der Hort zum Familienhaus erweitert, mit vielfältigen Angeboten zur Unterstützung und Förderung der Eltern. Hier geht es insbesondere um den Austausch untereinander, aber auch um Beratungsangebote durch Fachkräfte, z. B. in Erziehungs- und Partnerschaftsfragen oder bei finanziellen Problemen. Bildung, Integration, Chancengleichheit und Teilhabe sind wichtige Leitziele des Schülerhortes. So dient z. B. der Computerlernraum des Hortes der schulischen und sozialen Integration der Kinder und deren Eltern. Auch ein Computerkurs für türkische Mütter wird angeboten.

www.caritas-coburg.de

 

KRONACH Creativ e.V.

Ein lokales Bündnis für Familienfreundlichkeit: Familien haben im Landkreis Kronach Vorfahrt

Idee
Wenige Menschen können dann viel bewegen, wenn es ihnen gelingt, andere zu motivieren, Eigeninitiativen zu wecken und dauerhafte Aktivitäten anzustoßen. Mit den Möglichkeiten und Strategien des Regionalmarketings wird Familienfreundlichkeit noch stärker im Landkreis verankert. Kronach Creativ e.V. ist Motor und mittlerweile Träger des lokalen Bündnisses für Familien mit 110 Bündnispartnern und einer Koordinationsstelle für gemeinsame Aktivitäten.

Umsetzung
Dem meist ehrenamtlichen Einsatz der Beteiligten ist es zu verdanken, dass aus einer Aufbruchstimmung bereits viele konkrete Einzelprojekte umgesetzt werden konnte. Unter dem Motto „Familien haben Vorfahrt" können Bürger ihre „Mutmacher des Alltags" dem Koordinationsbüro vorschlagen. Dabei werden beispielhafte Initiativen, etwa von Privatpersonen oder Unternehmen, ins rechte Licht gerückt. Das Hula Hoop-Familienfest mit 12.500 Besuchern, über 60 Vereine und jede Menge kostenloser Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sind ein Beispiel dafür. Weiterhin wurde dafür gesorgt, dass das Obere Rodachtal dank eines ganzjährigen Kinderprogramms mit dem Tourismuszertifikat Kinderland Bayern ausgezeichnet wurde. Außerdem gibt es das Kinder-Kultur-Abo mit vielen kulturellen Angeboten für Kinder und Jugendliche, eine Klassik-Akademie, in der Kinder im Vor- und Grundschulalter beim Lernen eines Instruments unterstützt werden, die Aktion „Jugend in Arbeit" für Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen sowie Planungen für einen umfangreichen Familienatlas.

www.kronachcreativ.de

 

Dorfladen Initiative Heilgersdorf

Ein Dorf steht auf: Mit einem Dorfladen gegen den demografischen Wandel

Idee
Der demografische Wandel ist längst Realität. Die Regionen abseits der Ballungszentren leiden besonders darunter. Eine der Konsequenzen ist das Versiegen eines funktionierenden Nahversorgungsangebots. In Heilgersdorf hatten binnen kurzer Zeit alle Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister ihre Aktivitäten eingestellt. Mit dieser Situation wollten sich die Bürger nicht abfinden und haben mit der Gründung eines Dorfladens einen wichtigen Beitrag zur Wiederbelebung des Ortes geleistet.

Umsetzung
Freiwillige Helfer - von der Schülerin bis zum Rentner, aber auch Firmen aus dem Umfeld - haben sich an der Sanierung eines ehemaligen Bankgebäudes beteiligt und binnen kurzer Zeit einen Laden auf die Beine gestellt, der sich direkt an den Bedürfnissen der Bewohner orientiert. Frische und regionale Produkte werden ergänzt durch ein beeindruckendes Dienstleistungsangebot, wie Geldautomat, Briefmarkenausgabe, Copyshop oder Reinigungsservice. Ein Renner und gern genutzter Ort der Kommunikation ist das integrierte Dorfladencafé.

www.dorfladen-heilgersdorf.de

 

HABA-Firmenfamilie

Der „Erfinder für Kinder": Investiert wird nicht nur in Produkte

Idee
Familie und Beruf unter einen gemeinsamen Hut zu bringen, ist heute schwerer denn je. Mit der richtigen sozialen Weichenstellung eines Unternehmens aber profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Die Produkte der HABA-Firmenfamilie - vom Spielzeug über Bekleidung bis hin zu Geräten und Möblierung - stehen schon immer ganz im Zeichen der Familie. Weil hierin nicht das einzige Engagement liegen sollte, beweist HABA mit zusätzlichen Maßnahmen eine besonders familienfreundliche Personalpolitik.

Umsetzung
Die bereits 2004 ins Leben gerufene, betriebseigene Kinderkrippe war erst der Anfang. Sie bietet mit flexiblen Betreuungszeiten und bei weitgehender Kostenübernahme die Möglichkeit, das Baby oder Kleinkind mit zur Arbeit zu nehmen. Eine weitere Maßnahme ist das Elterncafé, das einen regen Austausch zwischen Müttern und Vätern in Elternzeit untereinander sowie mit der Geschäftsleitung ermöglicht. Ein Familientag, an dem Kinder ihre Eltern am Arbeitsplatz besuchen dürfen, ein Familientriathlon sowie ein mit der Universität Erlangen-Nürnberg organisierter Familienkongress, stehen für die familienfreundliche Ausrichtung des Unternehmens auch nach innen.

www.haba.de
www.jako-o.de
www.wehrfritz.de